Raubbau am Wald spielt Klimawandel in die Hände !

Ein offener Brief der Pressesprecherin von Greenpeace Saar und Referentin für Globales Lernen Michaela Couturier

Sehr geehrte Presse,

mittlerweile sind die Leistungen und Funktionen von Wald klimapolitisch sowohl national alsauch international anerkannt: neben Erholung für Waldbesucher ist der Klimaschutz nur in vielfältigen und zurückhaltend bewirtschafteten Wäldern möglich: nur naturnahe Ökosysteme können auf immer deutlicher auftretende Wetterextreme flexibel und angemessen reagieren.Daher wird eine naturnahe Waldbewirtschaftung auf die verschiedenen Ökosysteme und Nischen im Wald größte Rücksicht nehmen und wirtschaftliche Aspekte zurückstellen.Dies ist sogar im Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 31.05.1990 ganz klar so festgehalten: s. AnhangDas ist leider seit langem in vielen deutschen Waldgebieten nicht der Fall. Die FSC-Kriterien werden in zahlreichen Fällen mangelhaft umgesetzt und so die bundesdeutschen Ziele zur Erhaltung von Wildnis und Vielfalt verfehlt.Auch in saarländischen Waldarealen wird oftmals von den FSC – Richtlinien zur naturnahen Waldbewirtschaftung und Erhaltung von wertvollen Naturräumen abgewichen. So musste die Pressesprecherin von Greenpeace Saar, Michaela Couturier, im Verlauf mehrerer Waldbegehungen u.a. im Dudweiler Wald und im Sulzbacher Wald am Brennenden Berg eine übermäßige Totholzentnahme, die Entfernung zu vieler alter Bäume und flächendeckend Erosion und Bodenverdichtung feststellen.Schon sind viele Spechte, Kauzarten und Fledermäuse geflohen und Siebenschläfer, Haselmaus und seltene Käferarten verlieren ihren Lebensraum.„Unter solchen Umständen ist es nicht mehr vertretbar, von einer Einhaltung der FSC – Kriterien zu sprechen“, sagt Michaela Couturier, „es gibt einfühlsamere Formen der Holzvermarktung – ohne die im Saarforst so problematische Vorratshaltung – und ein schonenderer Umgang mit der Ressource Wald ist eine unerlässliche Investition in die Zukunft.Die jetzigen Schäden werden der nächsten Generation eine üble Hypothek sein und die Vorgänge im Saarforst ruinieren die saarländische Forstwirtschaft.“Weitere Bilder stellt Ihnen Greenpeace Saar für eine Veröffentlichung gerne zur Verfügung.
Ohnehin wird Greenpeace International und Greenpeace Deutschland am 01.01.2019 die Mitgliedschaft im „Forest Stewardship Council“ beenden, weil seine Inhalte nicht mehr den notwendigen Zielen der Umweltorganisation entsprechen.https://www.greenpeace.de/themen/waelder/leben-und-leben-lassenGreenpeace Saar wird daher auch weiterhin die Waldwirtschaft im Saarforst beobachten und die dabei gewonnenen Eindrücke an die Kollegen von Greenpeace Deutschland in Hamburg weitergeben.

Mit freundlichen Grüßen, Michaela Couturier

Pressesprecherin von Greenpeace Saar
und Referentin für Globales Lernen

Michaela Couturier
Ludwigstr. 33
66115 Saarbrücken
Tel.: 0681 83 90 113
Mobil: 0160 22 94 528
m-couturier@versanet.de

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