Nachhaltigkeit

Nachhaltige Entwicklung

germanwatch-tranformationDie Lebensweise in vielen Ländern des globalen Nordens ist durch hohen Konsum, Ressourcennutzung, Energieverbrauch, Verkehrsaufkommen und Abfallmengen geprägt. Was davon ist vermeidbar, ohne die Entwicklung eines Landes zu stark einzuschränken? Wo liegt die Grenze? Das Prinzip der nachhaltigen Entwicklung zielt auf eine chancengerechte Entwicklung, die ein Leben in Frieden und ein dauerhaft tragfähiges Ökosystem ermöglicht. Die Wege dorthin sind noch nicht gestaltet. Die Vision jedoch lebt:

Wir wollen eine nachhaltige Welt mit Frieden und Freiheit für alle Menschen.

Eine solche gemeinsame Verantwortung kommt in den Begriffen „Eine Welt“ oder „Global denken, lokal handeln“ zum Ausdruck. Dafür plädierte schon vor über zwei Jahrzehnten Willy Brandt im Vorwort zum Bericht der Nord-Süd-Kommission.

Ansonsten kommt der Begriff Eine Welt aus der Entwicklungspolitik, der kirchlichen Entwicklungshilfearbeit, der im Gegensatz zum Begriff der „Dritten Welt“ für ein neues Verständnis der Entwicklungszusammenarbeit steht. Der christliche Eine-Welt-Gedanke kam bereits in den Reden von Martin Niemöller zum Ausdruck; veröffentlich 1964, unter dem Titel „Eine Welt oder keine Welt“.

Die große Transformation

Dringend notwendig, um diese Entwicklungen zu begrenzen, sind „Große Transformationen“, tiefgreifende Änderungen unserer Wirtschafts- und Lebensweisen, kurz: ein Paradigmenwechsel hin zu einer global nachhaltigen Entwicklung.

Das zeigt auch die Studie des WBGU, dem Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen, „Welt im Wandel – Gesellschaftsvertrag für eine große Transformation“. Darin wird die Notwendigkeit globaler Veränderungen deutlich:

Eine weltweite Entwicklung hin zu mehr Wohlstand, Sicherheit und Demokratie im Sinne der Beschlüsse der Weltgemeinschaft hat ohne Beachtung der natürlichen Grenzen des ökologischen Systems keine Chance; im Gegenteil: Der gegenwärtige, kohlenstoffbasierte Entwicklungspfad gilt als unhaltbar, weil er akut und massiv die Stabilität des Erdsystems und damit die ökologischen Existenzgrundlagen der nächsten Generationen gefährdet.

Weltweite Ziele nachhaltiger Entwicklung – die SDGs

SDGsDie Vereinten Nationen haben im Herbst 2015 Ziele nachhaltiger Entwicklung für die gesamte Staatengemeinschaft verabschiedet. Es sind ehrgeizige Ziele, die universell gelten und erstmals alle Staaten als Adressaten in die Pflicht nehmen. Dies gilt als Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Entwicklung.

Integraler Bestandteil der so genannten Sustainable Development Goals (SDGs-Video) ist eine globale Bildungsagenda für die Jahre 2016 bis 2030, für die die UNESCO im UN-System federführend ist. Das Bildungsziel innerhalb der nachhaltigen Entwicklungsagenda lautet:

„Bis 2030 für alle Menschen inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung sowie Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen sicherstellen“. Bildungsminister aus der ganzen Welt haben im November 2015 beschlossen, wie das globale Nachhaltigkeitsziel bis zum Jahr 2030 umgesetzt werden soll. Mit der Verabschiedung des „Aktionsrahmens für Bildung 2016-2030“ haben sie sich auf konkrete Maßnahmen verständigt.

Links

Wikipedia über Eine Welt

Zukunftscharta – Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Eine Welt für alle

Eine Welt Internet Konferenz (EWIK)

Veranstaltungsreihe Eine Welt Eine Zukunft

Portal Eine Welt Info

Mission Eine Welt

Blog Eine Welt Eine Zukunft

Eine Welt Netz NRW

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